Es sind täglich grausige Nachrichten vom Krieg gegen ein friedliches Land, die uns seit über drei Wochen täglich erreichen. Er tobt ganz in unserer Nähe, gerade mal 1500 km sind es bis Kiew. Die Bilder von den sinnlosen Zerstörungen der Städte, der Vertreibung und Flucht wehrloser Menschen, denen Bomben das Zuhause vernichten,  brechen einem das Herz. Fast jeder kann und muss etwas gegen das Leid der Betroffenen tun.  Da sind wir Schülerinnen und Schüler nicht ausgenommen. Und so brauchte unsere Schulleiterin, Martina Pleuse, nicht viele Worte der Anregung, um das vorhandene Mitgefühl in aktives Handeln umzusetzen.  Die Idee, über einen Kuchenbasar Geld zu sammeln, war rasch geboren. Auch die Organisation lief wie von selbst. Wir Hobbybäcker - jeder nach seinen Künsten und Erfahrungen - konnten unsere Angebote zwanglos in eine Liste eintragen. Wie zu erwarten, haben die Familien fleißig mitgespielt und den Erfolg quasi zu Hause mit abgesichert.
Zum Tag der Wahrheit wurde der 17. März bestimmt. Die Preise für unsere Backwaren lagen moderat, der treibende Gedanke der Solidarität und Empathie schien die komplette Kundschaft im Roman-Herzog-Gymnasium erfasst zu haben. Wir Produzenten wurden nun zu Verkäufern und wechselten uns an der Ausgabe ab.  Niemand feilschte, keiner meckerte. Die Hauptsache war, dass sich die Kasse füllte. Sofortverzehr war möglich, wer wollte, konnte sich auch etwas einpacken. Oft gab es Lob, sowohl für die Organisation als auch für den Wohlgeschmack des kleinen Kunstwerkes. Nicht ein Produkt vereinsamte als „Ladenhüter“.
Am Ende des Basars zählte der Kassenwart 400 Euro, eine Summe, die uns sehr erfreute. Wir gehen mit dieser Spende davon aus, dass sie die Not der Menschen ein wenig lindert und hoffen, dass bald der Frieden zurückgekehrt.
Luisa Lorenz, 7.2

 

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