Viele Schülerinnen und Schüler verbinden Homeschooling mit dem Ausarbeiten von Texten und Ausfüllen von Arbeitsblättern, unterbrochen durch die ein oder andere Videokonferenz. Tatsächlich fallen kreative und abwechslungsreiche Phasen, die man im Unterricht einbaut, häufig hinten runter. Um dem Ganzen wieder etwas entgegenzuwirken, startete ich das Experiment: Kreativität im Homeschooling- mit dem Versuch, eine weitgehende Eigenleistung der Schülerinnen und Schüler gewährleisten zu können.

Die Klasse 5.3 erhielt von mir die Aufgabe, sich anhand eines Textes die Merkmale eines keltischen Kriegers zu erarbeiten. Daran schloss sich die Kreativphase an: anhand dieser Merkmale sollten sie selbst einen keltischen Krieger zeichnen. Dabei ging es mir weniger um die Schönheit, als um die inhaltliche Richtigkeit. Doch die Schülerinnen und Schüler überraschten mich mit wunderschönen Kunstwerken! „Am meisten hat mir gefallen, das Bild zu zeichnen.“, meldet Lenno zurück- und das hat man an euren Zeichnungen auch gesehen! Jedes dieser individuellen Ergebnisse wurde mit den wichtigsten Merkmalen beschriftet. Im Anschluss stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte in einem 2-3-minütigem Video vor. Auch hier gab es sehr kreative Einfälle. So wurde sich als Obelix (einer der bekanntesten Kelten) verkleidet oder der Vortrag aus der Sicht eines keltischen Kriegers gehalten, der noch einmal überprüft, ob er auch alles für den ersten Kampf beisammen hat. Auch für mich war die Auswertung der Aufgabe eine wunderbare Abwechslung zum Homeschoolingalltag und hat mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht!

Die Schülerinnen und Schüler hatten ebenfalls sichtlich Freude. „Erst dachte ich, es würde sehr aufwendig und schwer werden“, schreibt Lina in ihrem Feedback zur Aufgabe. „Ich merkte aber schnell, dass das Wissen nicht von irgendwo her kommt, sondern durch Texte und Übungen.“ Anna sah die größte Schwierigkeit im Dreh des Videos. Hier brauchte sie einige Versuche, bevor das Video (in der angegebenen Zeit) saßs- das ist doch aber ganz normal ? Für Lina war es besonders schwierig, den Vortragstext so zu lernen, dass sie ihn frei sprechen kann. Luise sah in dem Videovortrag aber z.B. den Vorteil, dass sie ihn nicht vor ihren 19 Klassenkameraden halten musste. Dadurch war sie nicht so aufgeregt.

Letztendlich sind sich aber alle einig: die Aufgabe war eine gelungene Abwechslung! Hermine ist außerdem neugierig auf Asterix und Obelix geworden. „Vielleicht finde ich da noch Bücher oder den ein oder anderen Film in der Bibliothek, wenn diese wieder geöffnet hat.“

Ich danke euch, liebe 5.3 für die tolle Umsetzung dieses Pilotprojektes! ?

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